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[Up] #1
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
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Betreff: Zwischensparrendämmung beim Altbau
Ich habe ein schönes altes Haus, Bj. 1903. FAst durchrenoviert steht jetzt eine Dämmung des Dachgeschoßes an. Das Dachgeschoß war bislang nicht bewohnt, dort soll aber nach Isolation und Einbau Dachfenster ein Appartment für meinen Sohn entstehen.
Das Haus hat einen T- Grundriss. Auf den Balken (100 x 130 mm) ist eine Vollschalung ( 23 mm dick). darauf befindet sich zunächst Dachpappe und darauf Bitumenschindeln. Ca. 40% der Dachschräge (45°) befindet sich als Schräge im Bereich der 2. Etage. Hier wurden die Holzleisten der Spalierdecke auf díe Balken genagelt und dann auf Raumseite verputzt. Nach außen und zum darüberliegenden Dachboden ist dieser Hohlraum zwischen den Balken mit Brettern verschlossen, vermutlich um vor Zugluft zu schützen.
Ich wollte nun Im schlecht zugänglichen Bereich der 2. Etage vom Dachgeschoß aus 120 mm Dämmfilz (WG 040) so weit es geht in die zwischenräume schicken, habe aber keine Chance mit Folie abzudichten. Zur Schalung hin hätte ich 10 mm Platz.
Macht das überhaupt Sinn?
Im Bereich des Dachgeschoßes will ich mit Klemmfilz 140mm (WG 040) zwischen den Balken dämmen. und werde deshalb auf den Balken auffüttern. Muß ich zur Vollverschalung hin einen Spalt lassen? Die Vollverschalung ist von innen trocken. In den Dachecken ist eine Belüftung nach unten ebenso wenig möglich wie im Bereich der Dachfenster Auch eine Entlüftung nach oben ist nicht möglich, sonst mußte ich den Dachfirst zusätzlich nach oben zwischen allen Sparren öffnen.
Leider habe ich bislang viele Vermutungen gehört, aber leider wenig klare Auskünfte. Wäre schön wenn mir jemand sein Wissen weitergeben könnte. Vorab vielen Dank.
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: AW:
Be- und Entlüftung brauchst du nicht. Kannst also den Platz mit Dämmstoff ausfüllen.
Wenn du Dämmfilz mit WLG 035 nimmst, erfüllst du vielleicht sogar die Anforderung der EnEV. Wenn du den Sparrenabstand verrätst, kann ich dir das mal ausrechnen.

Thema Folie: Wäre natürlich besser, das wichtigste ist aber die Luftdichtigkeit.
Wenn die verputze Fläche keine Löcher (Steckdosen) oder Risse hat, sind keine Probleme zu erwarten. Bei den Dachfenstern solltest du aber irgendwie Folie reinkleben, weil dort sicher Spalte zu erwarten sind.
Wenn da irgendwo ein Feuchtraum entstehen soll, würde ich aber doch noch Dampfbremsfolie innen anbringen und dann Feuchtraumplatten darüber.
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: Zwischensparrendämmung beim Altbau
Danke für Deine Antwort. Hat mir schon sehr geholfen.
Zum Thema Folie: Im Bereich des heutigen Speichern / Dachbodens kommt selbstverständlich eine Dampfbremsfolie ( dicht verklebt). Darauf kommen ausgerichtet Dachlatten und darauf Rigipsplatten. Ich meine, dass normale Rigipsplatten reichen - oder meinst Du Feuchtraumplatten sind erforderlich?
Da ich in die Schräge des darunterliegenden Geschoßes nur Klemmfilz einschieben kann, ist eine Abdichtung mit Folie nicht möglich. Ich könnte zwar eine DB- Folie unter den Klemmfilz legen, habe aber keine Chance diese Folie dicht anzubringen.
Ich kann allerdings die Isolierung des DG völlig von der der Schachschräge des darunterliegenden Geschoßes trennen(dampfdicht). MAcht die Dämmung der Geschoßschräge Sinn ? oder handel ich mir damit mehr Probleme ein?
Wenn Du Tipps zu Lacken/ Lackierungen brauchst: spreche mich an. Da bin ich Experte. Danke
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: AW:
Feuchtraumplatten brauchst du nur für Feuchträume.
Nimm aber nicht die billigsten 9,5 mm Platten, die zerbröseln dir in den Händen.
Wie du den Klemmfilz von oben einführen willst kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Da brauchst du eher lose Glaswolle (musst du beim Baustoffhändler bestellen). Da du eine Dachschalung hast, kannst du prima stopfen.

Dann mal viel Spaß.

Wegen Farben: Wie bekomme ich Fensterlack von der Fensterdichtung (Gummi) ab, den der Vorbesitzer vor ca. 15 Jahren sinnvollerweise auch an die Dichtung gestrichen hat?
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[Up] #5
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: AW:
Thema Fensterdichtungen:
Ich empfehle die Fensterdichtungen zu ersetzen. jahrealte Lackfarbe lässt sich zwar mit scharfer Abbeizpaste entfernen - ich vermute aber dass sich dabei auch die Gummidichtung verabschiedet. Außerdem wird eine neue Dichtung besser dichten als eine 15 Jahre alte. Bei Fenstern neueren Typs gibt es Nuten, inb denen die Dichtungen sitzen. Die alte Dichtung entfernen und die neue Dichtung einziehen oder einkleben ist sicherlich die bessere Lösung.
Thema : wie kommt die Kuh aufs Dach, bzw. der Klemmfilz in die Zwischensparrentasche? Ich habe das wir folgt geplant (siehe Dazu meinen Datenanhang):
Den auf Sparrenbreite geschnittenen Klemmfilz zwischen die Hartfaserplaten 1+ 2 ( Sparrenbreite - 2cm) legen. Seil 1 mit einem Knoten am Ende, der aber nicht durch die Löcher in den Platten passt, durch Platte 1 und dann durch Platte 2 führen und zum anderen Ende ziehen. Um den Knoten wird ein zweites Seil befestigt und an Platte1 vorbei ebenfalls zum anderen Ende geführt. Durch Zug am Seil 1 wird der Klemmfilz komprimiert. nun kann die Konstruktion problemlos in die Zwischensparrentasche geschoben werden. Ist die richtige Position gefunden, wird mit Seil 2 auch das Seil 1 aus dere Tasche gezogen. dann lassen sich ebenfalls die beiden Hartfaserplatten entfernen - und die Kuh ist auf dem Dach.
Tut mir leid, aber mit den doofen Begrewnzungen für Anhänge war leider kein besseres bild zu zaubern. Ich hoffe man kann trotzdem das Wichtige erkennen.
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: Steildachdämmung
Schneck:
Be- und Entlüftung brauchst du nicht. Kannst also den Platz mit Dämmstoff ausfüllen.


Hallo.
Ich habe auf einer Bretterschalung Dachpappe und dann Schiefer drauf. Der Dachfirst ist mit Firsblech abgedeckt aber ohne Firstlatte. Nun will ich mal das Dach dämmen.
Nach Deiner Aussage kann ich also mit meiner Dämmung direkt an die Schalung?
Ich war bislang der Ansicht, daß es ein "Hinterlüfteter Dachausbau" sein muß? Also eine Unterspannbahn - diff.-offen- mit etwas Abstand zur Schalung und am First halt überlappend zur anderen Dachseite. Danach Dämmung und die Dampfbremse von innen.
http://www.baulexikon.de/Bautechnik/Begriffe_Bautechnik/d/BAUlexikon_dachentlueftung.htm
Ich denke, wenn ich direkt an die Schalung gehe wird sich dorch trotzdem etwas Feuchtigkeit ansammeln und die Schalung vergammeln lassen. Oder
MfG Onkel Tobs
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[Up] #7
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: AW:
Onkel Tobs:

Ich war bislang der Ansicht, daß es ein "Hinterlüfteter Dachausbau" sein muß? Also eine Unterspannbahn - diff.-offen- mit etwas Abstand zur Schalung und am First halt überlappend zur anderen Dachseite. Danach Dämmung und die Dampfbremse von innen.
http://www.baulexikon.de/Bautechnik/Begriffe_Bautechnik/d/BAUlexikon_dachentlueftung.htm
Ich denke, wenn ich direkt an die Schalung gehe wird sich dorch trotzdem etwas Feuchtigkeit ansammeln und die Schalung vergammeln lassen. Oder
MfG Onkel Tobs

Es sind beide Varianten möglich, Kalt- und Warmdach. Dabei kommts darauf an, die jeweilige Variante richtig umzusetzen. Dass ein Kaltdach immer einem Warmdach vorzuziehen ist, ist m.W. Unsinn. Siehe z.B. auch:
http://www.dach.de/daemmung/daemmstoffe/nachtraegliche-daemmung-von-innen/
http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-911-belueftung.html

Dort beschreibts folgender Satz sehr gut, wie ich finde:
Voraussetzung für eine solche Konstruktion mit unbelüfteter Wärmedämmung ist die ausreichende Diffusionsfähigkeit des Unterdaches und die Herstellung einer luftdichten, Dampf bremsenden Ebene auf der warmen Innenseite der Wärmedämmung, also auf Raumseite. Werden diese beiden Voraussetzungen erfüllt, ist unbelüftete Wärmedämmung, die Vollsparrendämmung, vorteilhafter.

Mehr zum Thema auch hier:
http://www.hornbach.de/forum/showthread.php?t=477&page=1&pp=10
http://www.hornbach.de/forum/showthread.php?t=559&page=1&pp=10

Dieser Beitrag wurde 1 mal geändert. Die letzte Änderung war am 23.01.2007 10:39:20.

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