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[Up] #1
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
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Betreff: Bungalow dämmen
Guten Morgen,

ich habe in der Nähe von Berlin einen Bungalow gepachtet.

Ca. 40 qm, aufgeteilt in einen grossen Raum (Wohnzimmer), ein Schlafzimmer, einen kleinen Küchenraum und ein Bad.

Das Grundgebäude ist aus dem Jahr 1971 ( smilie ganz offensichtlich DDR-Bau).

Das Bad wurde 1982 zugebaut, schon gemauert.

Das ganze Gebäude scheint zum Teil gemauert und der Rest in einer mir nicht bekannten Bauweise erstellt worden zu sein.

Zunächst haben wir die alte Tapete abgenommen ... darunter wurde zu 80% nur Holz sichtbar ... sieht nach Vollholz aus, kann ich aber kaum glauben, die Decken sind von innen mit einem merkwürdigen Holz versehen ... ähnlich wie eine Spannplatte, aber nicht so glatt.

Was mich gefreut hat ... alles war auf den ersten Blick trocken ... riecht nur etwas ... aber ich denke das liegt an dem Alter.

Von aussen ist das Haus verputzt, ob sich eine Dämmung in der Verschalung befindet, kann ich nicht sagen, da es über die Bauweise keine detaillierten Informationen gibt.

Laut den vorhandenen Bauunterlagen soll es sich um ein Haus der Baureihe GL 64 handeln, aber das ist ungesichert, weil hier die Bauanträge aus dem Entstehungsjahr nicht ganz eindeutig sind.

In dem Haus befindet sich ein kleiner Werkstattofen, der funktioniert und jährlich durch den ortsansässigen Schornsteinfeger abgenommen wird. Ich habe ihn schon ausprobiert und er funktioniert prächtig, selbst bei leichten Minusgraden wird es wohlig warm ... leider hält es nicht allzu lang.

Da ich das Haus ganzjährig nutzen will, möchte ich dämmen ... zunächst nur die Wände.

Jetzt würde ich gerne wissen, soll ich innen oder aussen dämmen, welches Material eignet sich gut.

Ich habe bisher herausgefunden, dass es sinnvoller erscheint aussen zu dämmen, wegen dem Kältepunkt ... und was mir am preisgünstigsten erscheint, ist wohl Styropor.

Wie mache ich das am besten und mit welchen Kosten muss ich rechnen ... e soll so günstig wie möglich sein, aber effektiv genug, um auch im Winter einige Tage darin zu verbringen.

Fenster hat das Haus auch, dabei handelt es sich nur um einscheibige Verglasung, ungefähr in der Stärke eines Rotweinglas, also da wird mir sicherlich viel Wärme verloren gehen ...

Wäre sehr schön, wenn mir jemand eine Antwort geben kann, da ich im Grunde in den Startlöchern stehe und loslegen möchte ... aber möglichst richtig und nicht unnötig Geld verliere.

ich habe noch drei Bilder rangehangen, damit sich der geneigte Leser ein Bild davon machen kann. Das auf dem Putz befindliche Grüne, ist Moos, das sich durch aufspritzendes Wasser gebildet hat. Mir wurde gesagt, das lässt sich aber entfernen (hoffentlich stimmt das smilie ).

Vielen Dank
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[Up] #2
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: Hallo,
also wenn es sich, so wie es aussieht, um Massivwände handelt, empfiehlt sich natürlich eine Wärmedämmung von aussen. Es macht aber wenig Sinn, wenn Du die Fenster nicht ersetzen kannst oder willst. Des weiteren solltest Du nachschauen, was sich in der oder auch hinter der Decke befindet. Also, Sinn macht es nur im Verbund unter Berücksichtigung des ganzen Gebäudes, sonst bleibt es rausgeschmissenes Geld. Die nicht massiven Wände mußt Du schon selber mal prüfen, wir haben ja keine Röntgenaugen. In der Regel waren es meist Holzständerwerke mit Glasfaser gefüllt und schließlich mit diversen Platten verschalt. Aus welchem Material die Platten sind, keine Ahnung. Gab es auch verschiedene, denke ich mal, wäre aber gut zu wissen. Alles in allem denke ich, das nur eine Dämmung von aussen zu empfehlen wäre.
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[Up] #3
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: Danke für die erste schnelle Antwort
Also ... ich denke das auch ... zwischen 30 - 40 % des Hauses scheinen in Massivbauweise erstellt worden zu sein. der Rest ist von innen mit Holz ... und aussen sicherlich verschalt ... aus welchem Material, kann ich natürlich nicht sagen ... (ahnungslos ... smilie ).

Die Sache mit den Fenstern habe ich mir schon gedacht ... die sind sicherlich der direkte Ausgang für die Wärme ... da es nur fünf Fenster sind, könnte ich mir schon vorstellen, dass ich sie austauschen würde ... habe es allerdings noch nie gemacht, daher wird es ohne Hilfe wohl kaum gehen.

Beginne allerdings mit der Aussendämmung.

Also ... ich denke, für meine Fertigkeiten wäre es wohl am besten, wenn ich mit den Styropor Platten agiere ...

?? worauf muss ich da achten ... welche Stärke, welcher Kleber, welche Dübel ??

Kann ich die Platten direkt auf die Fassade kleben und dübeln oder muss ich die Aussenwand erst von dem Moos befreien und die Wand im Anschluß anschleifen und grundieren?

Nach Befestigung der Platten, werde ich sicherlich einen Untergrund benötigen, um den neuen Putz an der Fassade zu befestigen.

Dann noch die Wand von innen ... würde es in diesem Zusammenhang ausreichen, einen Untergrund auf dem Holz anzubringen und im Anschluß einen Rollenputz drüber zu machen, oder mus ich hier auch weitere Arbeitsschritte durchführen.

Auch noch was Wichtiges, wird dieser Geruch dann auch aus dem Bungalow verschwinden?

Hm .... Fragen über Fragen ... hoffentlich weiss jemand Antwort.
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[Up] #4
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
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Betreff: Zwischendecke wie isolieren ?
Erstmal ein freundliches HALLO !
Ist ja schon etwas her, daß Du um Hilfe gerufen hast. Bin neu hier und deshalb erst jetzt mein "Senf" dazu. Interessiert mich schon sehr, was Du nun wie gemacht hast.
Ich habe nämlich einen ähnlichen Bungalow und bin gerade dabei ihn rundum einzupacken. Neue Fenster sind schon drin, demnächst kommt eine neue Tür hinein, die Außenwände bekommen eine Styropurhaut 60mm (mit Klebeschaum befestigt) und später noch Putz drauf und dann ist da noch eine einfache Panoramascheibe, die auch noch ausgetauscht werden muß. Sorgen macht mir die Isolierung nach oben ! Die Zimmerdecken (grobe Bauspanplatten) sind einfach unter die Brettbinder genagelt. Fertig ! Dachte mir, jetzt oben drauf (zwischen den Brettbindern) eine Dampfsperre auslegen und dann Glaswolle drauf. Wie hast Du das gemacht ?
Vielleicht hat noch jemand anders Erfahrung damit oder Fachkenntnis.
Freue mich über jeden gutgemeinten Rat !
MfG Dettabaer
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[Up] #5
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
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Betreff: AW:
D.Krzikalla:
Erstmal ein freundliches HALLO !
Ist ja schon etwas her, daß Du um Hilfe gerufen hast. Bin neu hier und deshalb erst jetzt mein "Senf" dazu. Interessiert mich schon sehr, was Du nun wie gemacht hast.
Ich habe nämlich einen ähnlichen Bungalow und bin gerade dabei ihn rundum einzupacken. Neue Fenster sind schon drin, demnächst kommt eine neue Tür hinein, die Außenwände bekommen eine Styropurhaut 60mm (mit Klebeschaum befestigt) und später noch Putz drauf und dann ist da noch eine einfache Panoramascheibe, die auch noch ausgetauscht werden muß. Sorgen macht mir die Isolierung nach oben ! Die Zimmerdecken (grobe Bauspanplatten) sind einfach unter die Brettbinder genagelt. Fertig ! Dachte mir, jetzt oben drauf (zwischen den Brettbindern) eine Dampfsperre auslegen und dann Glaswolle drauf. Wie hast Du das gemacht ?
Vielleicht hat noch jemand anders Erfahrung damit oder Fachkenntnis.
Freue mich über jeden gutgemeinten Rat !
MfG Dettabaer


Hallo Dettabaer
Was sind Brettbinder ? Dachlatten oder doch eher Kanthölzer 10x10 ?
Die Bauplatten würde ich entfernen (eventuell Giftstoffhaltig) Isolierung zwischen
denn Trägern einbauen (Klemmfilz)dann die Dampfsperre auftakern und dann eine Holzdecke einbauen.Von oben dann OSB-Tafeln aufschrauben zum begehen des Speichers.
Gruß Chuck
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[Up] #6
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
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Betreff: AW:
chuck:
Hallo Dettabaer
Was sind Brettbinder ? Dachlatten oder doch eher Kanthölzer 10x10 ?
Die Bauplatten würde ich entfernen (eventuell Giftstoffhaltig) Isolierung zwischen
denn Trägern einbauen (Klemmfilz)dann die Dampfsperre auftakern und dann eine Holzdecke einbauen.Von oben dann OSB-Tafeln aufschrauben zum begehen des Speichers.
Gruß Chuck

Hallo Chuck !
Erstmal DANKE für Dein Interesse ! Also - Brettbinder sind wohl die Träger. Heissen ja wohl auch Dachträger. Normalerweise sind diese aus Vollholz gefertigt, aber da Holz knapp und teuer war, hat man diese eben aus Brettern zusammengenagelt. Es sind also diese quasi dreieckigen Träger, auf denen dann das Dach montiert wird. (Zugebrettert und dann Dachpappe drauf, oder Querlattung und dann die Schindeln drauf).
Und von unten sozusagen die Zimmerdecke dran (der waagerechte Teil des Dreiecks )
Hab' ich das jetzt richtig verstanden ? Der Aufbau von unten nach oben : Holzdecke - Dampfsperre - Klemmfilz - OSB-Tafeln.
Und noch eine Frage : die Dampfsperre muss praktisch eine geschlossene Fläche sein (alle Kanten gut verkleben) damit keine Feuchtigkeit aufsteigen kann und dann kann dieses Rockwoolzeug auch nicht verklumpen, so daß die Wärmeisolierung dauerhaft besteht. So erscheint es mir logisch. Dir auch ?
Vielen Dank für Deine Geduld mit mir !
Gruss Dettabaer
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[Up] #7
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
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Betreff: AW:
D.Krzikalla:
Hallo Chuck !
Erstmal DANKE für Dein Interesse ! Also - Brettbinder sind wohl die Träger. Heissen ja wohl auch Dachträger. Normalerweise sind diese aus Vollholz gefertigt, aber da Holz knapp und teuer war, hat man diese eben aus Brettern zusammengenagelt. Es sind also diese quasi dreieckigen Träger, auf denen dann das Dach montiert wird. (Zugebrettert und dann Dachpappe drauf, oder Querlattung und dann die Schindeln drauf).
Und von unten sozusagen die Zimmerdecke dran (der waagerechte Teil des Dreiecks )
Hab' ich das jetzt richtig verstanden ? Der Aufbau von unten nach oben : Holzdecke - Dampfsperre - Klemmfilz - OSB-Tafeln.
Und noch eine Frage : die Dampfsperre muss praktisch eine geschlossene Fläche sein (alle Kanten gut verkleben) damit keine Feuchtigkeit aufsteigen kann und dann kann dieses Rockwoolzeug auch nicht verklumpen, so daß die Wärmeisolierung dauerhaft besteht. So erscheint es mir logisch. Dir auch ?
Vielen Dank für Deine Geduld mit mir !
Gruss Dettabaer


Hallo Dettabaer
Alles korrekt. smilie Viel Spass beim Renovieren.
Gruß Chuck
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[Up] #8
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: Hallo,
Von den Brettbindern hab ich auch noch nie gehört.

Das ganze scheint mir aber statisch sehr gut und dauerhaft zu sein. Heutzutage heisst das ganze Satteldachträger mit geradem Untergurt. Die Brettschichthözer werden dann im Werk zusammengeklebt.

Aus Vollholz sind die in der Regel nie, da zuviel Verschnitt.

Somit ist deine Dachkonstruktion schon gut, der einzige Unterschied ist wie schon gesagt, dass die Bretter heute geklebt und nicht genagelt werden.

Der Dachaufbau von Chuck ist gut. Bei den OSB Platten musst du osb3 oder 4 nehmen und mind. 18 mm stärke. Auf die OSB Platten dann Bitumenbahnen, Trapezbleche oder mein Favorite nen Gründach smilie .

Ciao Hag
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[Up] #9
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: AW:
Hag:
Von den Brettbindern hab ich auch noch nie gehört.

Das ganze scheint mir aber statisch sehr gut und dauerhaft zu sein. Heutzutage heisst das ganze Satteldachträger mit geradem Untergurt. Die Brettschichthözer werden dann im Werk zusammengeklebt.

Aus Vollholz sind die in der Regel nie, da zuviel Verschnitt.

Somit ist deine Dachkonstruktion schon gut, der einzige Unterschied ist wie schon gesagt, dass die Bretter heute geklebt und nicht genagelt werden.

Der Dachaufbau von Chuck ist gut. Bei den OSB Platten musst du osb3 oder 4 nehmen und mind. 18 mm stärke. Auf die OSB Platten dann Bitumenbahnen, Trapezbleche oder mein Favorite nen Gründach smilie .

Ciao Hag


Hallo Chuck, hallo Hag, recht herzlichen Dank für Eure Tipps. Nun ist mir etwas wohler im Bauch (nach den Ratschlägen) und wenn das Wetter es zuläßt werde ich demnächst mein Werk fortführen. Ich melde mich dann noch einmal, vielleicht auch mit Bildern. Kann aber etwas dauern. Gruß Dettabaer
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