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[Up] #1
Anonymous
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: Dachdämmung/Laube
Hallo,

ich habe vor einiger Zeit eine Laube aus DDR-Zeiten übernommen. Baujahr 1988, Norm: B 62 oder so.

[IMG]http://img340.imageshack.us/img340/5466/laubedachhg1.th.jpg" alt="image" />[/IMG]


Diese Laube hat ein Schrägdach drauf, das aus Eternit-Platten (sind dicht!) besteht.
Die Innendecke besteht aus Presspanplatten, die dicht, aber lose waagerecht auf einer Holzkonstruktion liegen.

Nun ist zwischen den Eternit-Platten(die auf den oberen Dachbalken verschraubt sind) und der Pressspan-Decke nur Luft.

Der Vorgänger hatte die Isolierung beim Bau der Laube an den Nachbarn verschenkt!!!!!! (der Idiot)

Der Zwischenraum des "sog. Dachbodens"beträgt von einer Seite ca.40 cm bis zur Frontseite ca.60 cm.

Bei Abnahme der Pressspanplatten ist also genügend Platz um Rockwool oder ähnliches draufzulegen.



Frage:

Welches Material sollte ich über die Presspanplatten legen (Styropor, Rockwool, oder)?

Genügt ein einfaches darauflegen (die Giebelseiten sind inzwischen dicht gemacht wegen Wind und Regen)oder muß darunter eine Folie?

Würde ein zusätzliches Anbringen von Styropor von der Innenraumseite an die Presspandecke was bringen?

Zusatzfrage:
Wie dick muss eine Styroporplatte für die Außendämmung einer Laube sein?

Vielen Dank für die Antworten im Voraus!
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[Up] #2
Helpi
Alter Hase
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Beigetreten: 31.07.2007 00:44:03
Beiträge: 621
Betreff: AW:
Gut´n Tach Maxl,

ich kann jetzt nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen, mit der ich aber zurzeit gut lebe.

Wir haben ein nicht ausgebautes Dachgeschoss. Da es nur 1,60m hoch ist und zum Lagern nicht häufig benötigter Dinge reicht, haben wir es mit dem Ausbau auch nicht so eilig. Auf die Decke zum darunter liegenden OG hat unser Bauträger Rockwool zwischen die Sparren gelegt. Ich denke, wenn Du den Zwischenraum mit Folie auslegst, an den seiten festklebst und Rockwool darauflegst (rundherum schön eng anlegen), müsste es reichen. Die Folie soll verhindern, dass die warme Raumluft nach oben wegzieht. Wenn Du im Gegensatz zu mir beim Heizen nicht auf´s Geld gucken musst dann lass die Folie weg und der Raum kann atmen.

Ich persönlich würde kein Styropor von unten an die Decke pappen. Das ist zum einen grottenhässlich, dann dünstet die Chemie Dir in den Raum rein und zuletzt bringt es m. E. nichts, da die Gesamtdicke der Dämmung zählt. Und mit 20-30 cm im Hohlraum zum Dach bist Du schon gut aufgestellt.

Für die Außenisolierung Deiner Laube kommt es auf die Nutzung an. Willst Du da nur Geräte abstellen und Pflanzen überwintern oder willst du da auch mal ein langes Wochenende verbringen. Im ersten Fall hat sich das wohl erledigt. Im zweiten Fall würde ich nicht weniger als 10 cm Dämmung aufbringen. Das hängt natürlich wieder davon ab, ob die Fenster auch gut isolieren und ob Du beim Heizen sparen willst oder nicht.

Viel Spaß bei Deinem Projekt. Stell mal ein paar Bilder ein, wenn Du fertig bist! smilie

Bis denn,
Helpi
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[Up] #3
Anonymous
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: AW:
Danke Helpi!

also Rockwool drauflegen (gibt es noch Alternativen?) in 20 cm Dicke.

Wenn darunter eine Folie ist, bildet sich dann nicht Schwitzwasser, oder zieht das durch die Rockwool nach oben ins Freie?

Gruß,
maxl
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[Up] #4
Helpi
Alter Hase
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Beigetreten: 31.07.2007 00:44:03
Beiträge: 621
Betreff: AW:
Gut´n Tach Maxl,

ein guter Gedanke. Dazu fällt mir ein, dass ich im vergangenen Winter beobachtet habe, wie sich auf dem offen liegenden Dämmmaterial von oben (also außen) Raureif gebildet hat. Das lag wohl daran, dass sich durch die gute Isolierung der Taupunkt nach außen verlegt hat. Da das Dämmmaterial nunmal anorganisch ist und nichts gammeln kann, habe ich das so gelassen und mit dem durch die Balken pfeifenden Lüftchen wurde die Feuchtigkeit wieder aus dem Dachstuhl herausgetragen. Die Folie hat verhindert, dass die Feuchtigkeit in die Wohnräume gezogen wurde.

Ich kann wie gesagt nur aus Erfahrung sprechen. Die bauphysikalischen Einzelheiten kann ich leider nicht erklären. smilie

Außer Rockwool gibt es sicherlich noch andere Hersteller anorganischer (z. B. mineralischer) Dämmmaterialien. Ich persönlich würde die Steinwolle der Glaswolle oder dem Styropor vorziehen, denn letztgenannte können im Brandfall bei einer entsprechenden Temperaturentwicklung auf Dich niederregnen, was zu äußerst unangenehmen und nachhaltigen Verletzungen führt.

Bis denn,
Helpi
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[Up] #5
Anonymous
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Beigetreten: 20.11.2009 14:25:44
Beiträge: 1
Betreff: AW:
Zusatzfrage:

Wenn ich auf die Zimmerdecke Rockwool lege, sollte ja dazwischen noch eine Dampfsperre sein, oder?

Muß diese Dampfsperre dann total dicht sein - oder genügt es, dicke Plastikplanen (wie sie zum Beispiel zum Abdecken von Autos o.ä. benutzt werden; meist 4 x 4 Meter in grün oder blau mit Ösen) zu verwenden?

Die wären dann an den Seiten allerdings nicht 100% luftdicht.

Da über der Rockwool der Abstand zum Eternitdach noch einige cm beträgt und dort die Außenluft zirkuliert , wäre es dann sinnvoll, über die Rockwool noch OSB-Platten oder ähnliches zu legen?

Es ist , wie gesagt nur eine Laube.... die am kostengünstigsten isoliert werden soll.
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[Up] #6
Helpi
Alter Hase
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Beigetreten: 31.07.2007 00:44:03
Beiträge: 621
Betreff: AW:
Gut´n Tach Maxl,

wie schon gesagt, es kommt auf die Nutzung an. Wenn es nur ein Geräteschuppen sein soll, würde ich die Folie weglassen, wenn die Laube auch mal als Wochenendrefugium dienen soll, würde ich sie reinmachen. Doch dann würde ich sie rundum verkleben.

Dieser Gewebeplane mit den Einschlagösen traue ich persönlich nicht über den Weg. Schau mal im HB bei den Bodenbelägen nach einer Dampfsperrfolie. Die müsste den gleichen Zweck erfüllen. (Zum Preis kann ich nichts sagen.)

Wenn Du den Dachboden noch als Lagerraum benutzen möchtest (z. B. als Holzlager) dann ist die OSB-Beplankung empfehlenswert. Das werde ich nächstes Jahr ebenfalls machen, wenn der Dachstuhl soweit durchgetrocknet ist.

Bis denn,
Helpi
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